Virtualisierung
Lernfokus
AP2 Systemintegration: Hypervisor-Typen unterscheiden, Container gegen VMs abgrenzen, Snapshots und Cloud-Modelle sicher einordnen sowie Speicher und Ressourcen bewusst planen.
- Typ-1- und Typ-2-Hypervisoren sowie Container und VMs nach Aufbau und Isolation unterscheiden.
- Snapshots, Klone und die Grenzen zum Backup sauber einordnen.
- Cloud-Servicemodelle mit Verantwortungsteilung sowie Provisioning, Overcommitment und Live-Migration begründen.
Hypervisoren & Container
Virtualisierung entkoppelt Betriebssysteme von der physischen Hardware. Hypervisoren betreiben vollständige VMs, Container teilen sich hingegen den Kernel des Hosts.
- Typ-1 (Bare-Metal): läuft direkt auf der Hardware (z. B. ESXi, Hyper-V) – geringer Overhead, Standard im Rechenzentrum.
- Typ-2 (Hosted): setzt als Anwendung auf einem Host-Betriebssystem auf (z. B. VirtualBox) – praktisch für Arbeitsplätze und Tests.
- Container: nutzen den Host-Kernel gemeinsam, starten schnell und sparen Ressourcen; ein Image ist die unveränderliche Vorlage, der Container die laufende Instanz.
Merksatz: Jede VM bringt ein eigenes Betriebssystem mit und ist durch den Hypervisor stark isoliert; Container teilen den Kernel und sind dafür leichtgewichtiger.
Snapshots & Klone
Snapshots und Klone helfen beim Testen und Vervielfältigen von VMs – ersetzen aber keine Datensicherung.
- Snapshot: festgehaltener Zustand zu einem Zeitpunkt; Rückkehr möglich, liegt aber meist als Delta auf demselben Storage.
- Linked Clone: teilt die Basisplatten mit dem Original, spart Speicher, bleibt aber davon abhängig; ein Full Clone ist eigenständig und größer.
- Langlebige Snapshots: wachsende Delta-Dateien belegen Speicher und mindern die Leistung – deshalb nur kurz halten.
Merksatz: Ein Snapshot ist kein Backup – fällt der Speicher aus, ist auch der Snapshot verloren.
Cloud-Modelle & Ressourcen
Cloud-Servicemodelle regeln, wie viel Betrieb der Anbieter übernimmt. Bei Speicher und Ressourcen entscheidet die Planung über Kosten und Stabilität.
- IaaS/PaaS/SaaS: von virtueller Infrastruktur über die Plattform bis zur fertigen Anwendung – je höher das Modell, desto mehr übernimmt der Anbieter.
- Shared Responsibility: die Verantwortung für eigene Daten und Zugriffsrechte bleibt in jedem Modell beim Kunden.
- Provisioning & Overcommitment: Thin belegt Speicher erst bei Bedarf, Thick sofort; Überbuchung spart Ressourcen, riskiert aber Engpässe bei Spitzenlast.
Merksatz: Eine Live-Migration verschiebt eine laufende VM ohne Downtime – setzt aber üblicherweise gemeinsamen Speicher und kompatible CPUs voraus.
Prüfungsmodus
Dieser ProtocolCheck führt dich durch die wichtigsten AP2-Aspekte dieses Themas. Du kannst Antworten prüfen, Fragen überspringen und bekommst am Ende eine Auswertung nach Kategorie.
Kategorie
Virtualisierung
AP2-Training