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Ratendarlehen

Lernfokus

Tilgung, Restschuld, Zinsen und Rate im Ratendarlehen verstehen und die Form sicher vom Annuitätendarlehen abgrenzen.

Was ist ein Ratendarlehen?

Beim Ratendarlehen (auch Abzahlungs- oder Tilgungsdarlehen) wird der Darlehensbetrag in gleich hohen Tilgungsraten zurückgezahlt. Die Tilgung ergibt sich aus dem Darlehensbetrag geteilt durch die Anzahl der Perioden und bleibt über die gesamte Laufzeit konstant. Die Zinsen werden dagegen in jeder Periode auf die noch offene Restschuld berechnet. Weil diese Restschuld durch die Tilgung Jahr für Jahr sinkt, fällt auch der Zinsanteil – und damit die gesamte Rate.

Abgrenzung zum Annuitätendarlehen

Beim Annuitätendarlehen bleibt die Rate (Annuität) über die Laufzeit konstant; innerhalb der Rate steigt der Tilgungsanteil und sinkt der Zinsanteil. Beim Ratendarlehen ist es umgekehrt: Die Tilgung ist konstant, die Rate sinkt. Das Ratendarlehen baut die Restschuld früher ab, sodass insgesamt weniger Zinsen anfallen; nachteilig ist die hohe Anfangsbelastung.

Tilgungsplan-Beispiel

Darlehen 20.000 €, Laufzeit 5 Jahre, Zinssatz 5 % p. a. Tilgung = 20.000 € / 5 = 4.000 € pro Jahr. Der Zins wird jeweils auf die Restschuld zu Jahresbeginn berechnet.

JahrRestschuld BeginnZins (5 %)TilgungRate
120.000 €1.000 €4.000 €5.000 €
216.000 €800 €4.000 €4.800 €
312.000 €600 €4.000 €4.600 €
48.000 €400 €4.000 €4.400 €
54.000 €200 €4.000 €4.200 €

Die Rate sinkt jedes Jahr um 200 € – genau um den Zins auf den getilgten Betrag (4.000 € × 5 %).

Merksatz: Ratendarlehen = konstante Tilgung, Zins auf die sinkende Restschuld, also fallende Rate. Annuitätendarlehen = konstante Rate.

Prüfungsmodus

Dieser ProtocolCheck führt dich durch die wichtigsten AP1-Aspekte dieses Themas. Du kannst Antworten prüfen, Fragen überspringen und bekommst am Ende eine Auswertung nach Kategorie.

Frage 1 0 richtig

Kategorie

Ratendarlehen

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