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Netzwerktopologien

Lernfokus

Eine Netzwerktopologie beschreibt, wie Geräte (Knoten) und Leitungen in einem Netz angeordnet und miteinander verbunden sind. In der AP1 musst du die fünf Grundformen erkennen, ihre Vor- und Nachteile abwägen und eine passende Auswahl begründen können.

Merksatz: Topologie = Bauplan der Verbindungen. Sie entscheidet über Kosten, Ausfallsicherheit und Wartbarkeit eines Netzes.

Die Sterntopologie

Im Stern hat jedes Endgerät eine eigene Punkt-zu-Punkt-Leitung zu einem zentralen Koppelelement – in modernen LANs ist das ein Switch. Der gesamte Datenverkehr läuft über diese Zentrale.

Merksatz: Der Stern ist die Standardform heutiger Ethernet-LANs – ein Switch in der Mitte, sternförmige Twisted-Pair-Leitungen nach außen.

SW
Stern – jede Station per eigener Leitung am zentralen Switch (Single Point of Failure).

Bus- und Ringtopologie

Bei der Bustopologie hängen alle Teilnehmer an einem gemeinsamen Kabel, das an beiden Enden mit Abschlusswiderständen terminiert wird. Sie ist kabelsparend, aber ein einziger Kabelbruch oder fehlender Terminator legt das ganze Segment lahm. Außerdem teilen sich alle Stationen die Bandbreite (Kollisionen).

Bei der Ringtopologie ist jeder Knoten mit genau zwei Nachbarn verbunden; die Daten werden von Station zu Station weitergereicht, bis sie das Ziel erreichen. Im einfachen Ring unterbricht der Ausfall eines Knotens oder einer Leitung den gesamten Kreis (Abhilfe schaffen Doppelringe).

Bus – gemeinsames Kabel, an beiden Enden terminiert; ein Kabelbruch legt das Segment lahm.
Ring – Daten werden von Knoten zu Knoten gereicht; ohne Doppelring unterbricht ein Ausfall den Kreis.

Mesh und Baum

In der vermaschten Topologie (Mesh) sind Knoten über mehrere Wege direkt miteinander verbunden. Beim Vollmesh ist jeder mit jedem verbunden – das bietet maximale Redundanz und Ausfallsicherheit, weil bei Ausfall einer Verbindung ein anderer Pfad genutzt wird. Der Preis ist ein quadratisch wachsender Verkabelungs- und Kostenaufwand. Im WLAN sorgt ein Mesh aus mehreren Access Points für lückenlose Funkabdeckung.

Die Baumtopologie ist eine hierarchische Erweiterung des Sterns: Mehrere Sterne werden über übergeordnete Verteiler/Switches zu Ebenen zusammengefasst, die ein Backbone verbindet. So werden in der Praxis Etagen oder Gebäude strukturiert verkabelt.

Merksatz: Redundanz erhöht die Ausfallsicherheit, kostet aber zusätzliche Leitungen und Geräte – immer gegen Budget und Anforderung abwägen.

Mesh – redundante Pfade: fällt eine Verbindung aus, übernimmt ein anderer Weg.
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Baum – mehrere Sterne hierarchisch über einen Backbone verbunden (Etagen/Gebäude).

Auswahl und heutige Praxis

In der AP1 sollst du Topologien nicht nur benennen, sondern eine begründete Auswahl treffen. Stelle dazu die Anforderungen (z. B. Hochverfügbarkeit, Budget, Erweiterbarkeit) den Eigenschaften der Topologien gegenüber.

Merksatz: Argumentiere in der Prüfung immer entlang von Kosten, Ausfallsicherheit und Wartbarkeit – die heutige Standardlösung im LAN ist der Stern.

Prüfungsmodus

Dieser FluxCheck führt dich durch die wichtigsten AP1-Aspekte dieses Themas. Du kannst Antworten prüfen, Fragen überspringen und bekommst am Ende eine Auswertung nach Kategorie.

Frage 1 0 richtig

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