Netzwerkplanung
Lernfokus
AP2 Systemintegration: Adressräume berechnen, IPv6 lesen, WLAN sauber auslegen und Routing-Entscheidungen begründen.
- Subnetze per VLSM bedarfsgerecht und sparsam dimensionieren.
- IPv6-Adressen kürzen sowie Adresstypen und Präfixe einordnen.
- WLAN-Kanäle und Sicherheitsverfahren planen, Routing-Wege nachvollziehen.
Subnetting & VLSM
Beim Subnetting teilst du einen Adressraum in kleinere Netze. VLSM (Variable Length Subnet Mask) erlaubt unterschiedlich große Subnetze im selben Netz – so verschwendest du keine Adressen.
- Host-Formel: nutzbare Hosts = 2^(Host-Bits) − 2 (Netz- und Broadcast-Adresse abgezogen).
- Blockgröße: 256 − Maskenwert des letzten Oktetts; sie legt die Netzgrenzen fest (z. B. /26 → Blöcke à 64).
- VLSM-Reihenfolge: größte Netze zuerst vergeben, damit der Restraum lückenlos für kleinere Netze reicht.
Merksatz: Erst den Bedarf (Hosts) bestimmen, daraus die Host-Bits, daraus die Maske – nie umgekehrt raten.
IPv6-Grundlagen
IPv6 nutzt 128 Bit und eine hexadezimale Schreibweise. Kürzungsregeln und Adresstypen werden in der AP2 gern abgefragt.
- Kürzen: führende Nullen je Gruppe streichen, eine zusammenhängende Nullfolge einmal durch
::ersetzen (nur einmal erlaubt). - Adresstypen: Global Unicast (2000::/3), Link-Local (fe80::/10, nur lokal), Multicast (ff00::/8) – Broadcast entfällt.
- Präfixe: /64 pro Segment (SLAAC), /48 typische Standort-Zuteilung, /128 einzelne Host-Adresse.
Merksatz: Das :: darf pro Adresse nur einmal vorkommen, sonst ist die Anzahl der Nullgruppen nicht mehr eindeutig.
WLAN-Planung
Funknetze brauchen eine überlappungsfreie Kanalvergabe und ein zeitgemäßes Sicherheitsverfahren.
- 2,4 GHz: nur die Kanäle 1, 6 und 11 überlappen sich nicht – ideal für benachbarte Access Points.
- 5 GHz: mehr überlappungsfreie Kanäle und weniger Störungen, dafür geringere Reichweite und Wanddurchdringung.
- Sicherheit: WPA3-Enterprise mit RADIUS (802.1X) authentisiert jeden Nutzer einzeln; WEP und offene Netze meiden.
Routing
Router entscheiden anhand ihrer Routing-Tabelle, wohin ein Paket geht.
- Longest-Prefix-Match: die spezifischste passende Route (längstes Präfix) gewinnt – unabhängig von der Reihenfolge.
- Statisch vs. dynamisch: manuell eingetragen gegenüber selbstlernend über OSPF, RIP oder BGP.
- Default-Route 0.0.0.0/0: Auffangbecken für alle Ziele ohne spezifischere Route (meist zum Gateway).
Merksatz: OSPF ist das Link-State-IGP im eigenen Netz, BGP das Protokoll zwischen autonomen Systemen im Internet.
Prüfungsmodus
Dieser ProtocolCheck führt dich durch die wichtigsten AP2-Aspekte dieses Themas. Du kannst Antworten prüfen, Fragen überspringen und bekommst am Ende eine Auswertung nach Kategorie.
Kategorie
Netzwerkplanung
AP2-Training