Rechtstexte, FinalFlux-Überarbeitung, neue Login-Optik, Konto-Löschung-Fix, BTTF-Farbrelaunch
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<h1>Backuparten</h1>
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<h2>Warum Datensicherung?</h2>
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Ein <strong>Backup</strong> ist eine zusätzliche Kopie wichtiger Daten, mit der man
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nach Hardwaredefekten, Bedienfehlern, Schadsoftware oder Diebstahl den Datenbestand
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wiederherstellen kann. Das Zurückspielen dieser Kopie heißt <strong>Restore</strong>.
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Entscheidend ist: Ein Backup ist erst dann wirklich vorhanden, wenn die Wiederherstellung
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auch getestet wurde. Ungetestete Sicherungen sind im Ernstfall oft wertlos.
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<p class="merksatz"><strong>Merksatz:</strong> Kein Backup ohne erfolgreichen Restore-Test.</p>
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<h2>Voll, differentiell, inkrementell</h2>
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Die drei Sicherungsarten unterscheiden sich darin, <em>was</em> gesichert wird und
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<em>worauf</em> sie sich beziehen. Daraus ergeben sich Unterschiede bei Speicherbedarf,
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Sicherungsdauer und Restore-Aufwand.
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<ul class="key-list">
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<li><strong>Vollbackup:</strong> alle Daten. Einfaches Restore, hoher Speicherbedarf.</li>
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<li><strong>Differentiell:</strong> alles seit dem letzten Vollbackup. Restore: Vollbackup + letztes differentielles Backup.</li>
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<li><strong>Inkrementell:</strong> nur Änderungen seit dem letzten Backup. Spart Speicher, Restore braucht die Kette.</li>
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<li><strong>Vollbackup:</strong> sichert alle ausgewählten Daten. Hoher Speicherbedarf
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und lange Sicherungsdauer, dafür einfachster Restore (nur ein Stand nötig).</li>
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<li><strong>Differentielles Backup:</strong> sichert alle Änderungen seit dem
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<em>letzten Vollbackup</em>. Die Sicherungen wachsen bis zum nächsten Vollbackup an.
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Restore = Vollbackup + letztes differentielles Backup.</li>
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<li><strong>Inkrementelles Backup:</strong> sichert nur die Änderungen seit der
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<em>letzten Sicherung</em> (egal ob voll oder inkrementell). Sehr sparsam und schnell,
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aber der Restore braucht das Vollbackup plus die komplette Kette aller inkrementellen
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Sicherungen.</li>
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</ul>
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<strong>Beispiel (Woche):</strong> Sonntag ein Vollbackup, Montag bis Samstag täglich eine
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Teilsicherung. Bei <em>differentiell</em> enthält jede Sicherung alles seit Sonntag (sie
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wird Tag für Tag größer), der Restore von Donnerstag braucht nur Sonntag + Donnerstag.
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Bei <em>inkrementell</em> sichert jeder Tag nur die Änderungen zum Vortag (kleine, schnelle
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Sicherungen), der Restore von Donnerstag braucht aber Sonntag + Montag + Dienstag +
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Mittwoch + Donnerstag.
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<p class="merksatz"><strong>Merksatz:</strong> Inkrementell spart beim Sichern,
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differentiell spart beim Restore.</p>
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<h2>Generationenprinzip (Großvater-Vater-Sohn)</h2>
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Das <strong>Generationenprinzip</strong> staffelt Sicherungen über mehrere Zeitebenen,
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damit man auf verschieden alte Stände zurückgreifen kann und nicht nur den neuesten besitzt.
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<ul class="key-list">
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<li><strong>Sohn:</strong> tägliche Sicherung, kurze Aufbewahrung.</li>
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<li><strong>Vater:</strong> wöchentliche Sicherung, mittlere Aufbewahrung.</li>
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<li><strong>Großvater:</strong> monatliche Sicherung, lange Aufbewahrung.</li>
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</ul>
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So lassen sich auch ältere Fehler korrigieren, die erst spät auffallen, etwa eine vor zwei
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Wochen versehentlich gelöschte Datei. Medien werden dabei rotiert und wiederverwendet.
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<h2>Die 3-2-1-Regel</h2>
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Die <strong>3-2-1-Regel</strong> ist eine einfache Faustregel gegen Datenverlust:
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<ul class="key-list">
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<li><strong>3</strong> Kopien der Daten (Original + 2 Sicherungen),</li>
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<li><strong>2</strong> unterschiedliche Speichermedien/-typen (z. B. Festplatte und Band oder Cloud),</li>
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<li><strong>1</strong> Kopie an einem externen Ort (außer Haus oder offline).</li>
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</ul>
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Die externe bzw. getrennte Kopie schützt vor Ereignissen, die den Standort treffen
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(Brand, Diebstahl, Überspannung) oder das gesamte Netz erfassen (Ransomware). Besonders
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wirksam gegen Ransomware sind <em>unveränderliche</em> (immutable) oder vollständig
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vom Netz getrennte Sicherungen.
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<h2>RPO und RTO</h2>
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Zwei Kennzahlen steuern, wie ein Backup-Konzept ausgelegt sein muss:
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<ul class="key-list">
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<li><strong>RPO (Recovery Point Objective):</strong> maximal tolerierbarer
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<em>Datenverlust</em>, gemessen als Zeitspanne. Er bestimmt den Sicherungsabstand:
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Bei RPO = 1 Stunde muss mindestens stündlich gesichert werden.</li>
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<li><strong>RTO (Recovery Time Objective):</strong> maximal tolerierbare
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<em>Ausfall-/Wiederherstellungszeit</em>. Er bestimmt, wie schnell ein System nach
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einem Ausfall wieder laufen muss.</li>
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</ul>
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<strong>Eselsbrücke:</strong> RP<u>O</u> blickt nach hinten (Wie viele Daten darf ich
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verlieren?), RT<u>O</u> blickt nach vorn (Wie lange darf der Ausfall dauern?).
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</p>
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<p class="merksatz"><strong>Merksatz:</strong> RPO = Datenverlust in Zeit,
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RTO = Ausfalldauer. Beide leiten sich aus dem Geschäftsrisiko ab und bestimmen die
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Backup-Strategie.</p>
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