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2026-07-14 15:22:26 +02:00

161 lines
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HTML

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<title>Backuparten - FinalProtocol AP1</title>
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<a href="/finalflux" class="back-link">Zurück zu FinalProtocol</a>
<h1>Backuparten</h1>
<section>
<h2>Warum Datensicherung?</h2>
<p>
Ein <strong>Backup</strong> ist eine zusätzliche Kopie wichtiger Daten, mit der man
nach Hardwaredefekten, Bedienfehlern, Schadsoftware oder Diebstahl den Datenbestand
wiederherstellen kann. Das Zurückspielen dieser Kopie heißt <strong>Restore</strong>.
Entscheidend ist: Ein Backup ist erst dann wirklich vorhanden, wenn die Wiederherstellung
auch getestet wurde. Ungetestete Sicherungen sind im Ernstfall oft wertlos.
</p>
<p class="merksatz"><strong>Merksatz:</strong> Kein Backup ohne erfolgreichen Restore-Test.</p>
</section>
<section>
<h2>Voll, differentiell, inkrementell</h2>
<p>
Die drei Sicherungsarten unterscheiden sich darin, <em>was</em> gesichert wird und
<em>worauf</em> sie sich beziehen. Daraus ergeben sich Unterschiede bei Speicherbedarf,
Sicherungsdauer und Restore-Aufwand.
</p>
<ul class="key-list">
<li><strong>Vollbackup:</strong> sichert alle ausgewählten Daten. Hoher Speicherbedarf
und lange Sicherungsdauer, dafür einfachster Restore (nur ein Stand nötig).</li>
<li><strong>Differentielles Backup:</strong> sichert alle Änderungen seit dem
<em>letzten Vollbackup</em>. Die Sicherungen wachsen bis zum nächsten Vollbackup an.
Restore = Vollbackup + letztes differentielles Backup.</li>
<li><strong>Inkrementelles Backup:</strong> sichert nur die Änderungen seit der
<em>letzten Sicherung</em> (egal ob voll oder inkrementell). Sehr sparsam und schnell,
aber der Restore braucht das Vollbackup plus die komplette Kette aller inkrementellen
Sicherungen.</li>
</ul>
<p>
<strong>Beispiel (Woche):</strong> Sonntag ein Vollbackup, Montag bis Samstag täglich eine
Teilsicherung. Bei <em>differentiell</em> enthält jede Sicherung alles seit Sonntag (sie
wird Tag für Tag größer), der Restore von Donnerstag braucht nur Sonntag + Donnerstag.
Bei <em>inkrementell</em> sichert jeder Tag nur die Änderungen zum Vortag (kleine, schnelle
Sicherungen), der Restore von Donnerstag braucht aber Sonntag + Montag + Dienstag +
Mittwoch + Donnerstag.
</p>
<p class="merksatz"><strong>Merksatz:</strong> Inkrementell spart beim Sichern,
differentiell spart beim Restore.</p>
</section>
<section>
<h2>Generationenprinzip (Großvater-Vater-Sohn)</h2>
<p>
Das <strong>Generationenprinzip</strong> staffelt Sicherungen über mehrere Zeitebenen,
damit man auf verschieden alte Stände zurückgreifen kann und nicht nur den neuesten besitzt.
</p>
<ul class="key-list">
<li><strong>Sohn:</strong> tägliche Sicherung, kurze Aufbewahrung.</li>
<li><strong>Vater:</strong> wöchentliche Sicherung, mittlere Aufbewahrung.</li>
<li><strong>Großvater:</strong> monatliche Sicherung, lange Aufbewahrung.</li>
</ul>
<p>
So lassen sich auch ältere Fehler korrigieren, die erst spät auffallen, etwa eine vor zwei
Wochen versehentlich gelöschte Datei. Medien werden dabei rotiert und wiederverwendet.
</p>
</section>
<section>
<h2>Die 3-2-1-Regel</h2>
<p>
Die <strong>3-2-1-Regel</strong> ist eine einfache Faustregel gegen Datenverlust:
</p>
<ul class="key-list">
<li><strong>3</strong> Kopien der Daten (Original + 2 Sicherungen),</li>
<li><strong>2</strong> unterschiedliche Speichermedien/-typen (z. B. Festplatte und Band oder Cloud),</li>
<li><strong>1</strong> Kopie an einem externen Ort (außer Haus oder offline).</li>
</ul>
<p>
Die externe bzw. getrennte Kopie schützt vor Ereignissen, die den Standort treffen
(Brand, Diebstahl, Überspannung) oder das gesamte Netz erfassen (Ransomware). Besonders
wirksam gegen Ransomware sind <em>unveränderliche</em> (immutable) oder vollständig
vom Netz getrennte Sicherungen.
</p>
</section>
<section>
<h2>RPO und RTO</h2>
<p>
Zwei Kennzahlen steuern, wie ein Backup-Konzept ausgelegt sein muss:
</p>
<ul class="key-list">
<li><strong>RPO (Recovery Point Objective):</strong> maximal tolerierbarer
<em>Datenverlust</em>, gemessen als Zeitspanne. Er bestimmt den Sicherungsabstand:
Bei RPO = 1 Stunde muss mindestens stündlich gesichert werden.</li>
<li><strong>RTO (Recovery Time Objective):</strong> maximal tolerierbare
<em>Ausfall-/Wiederherstellungszeit</em>. Er bestimmt, wie schnell ein System nach
einem Ausfall wieder laufen muss.</li>
</ul>
<p>
<strong>Eselsbrücke:</strong> RP<u>O</u> blickt nach hinten (Wie viele Daten darf ich
verlieren?), RT<u>O</u> blickt nach vorn (Wie lange darf der Ausfall dauern?).
</p>
<p class="merksatz"><strong>Merksatz:</strong> RPO = Datenverlust in Zeit,
RTO = Ausfalldauer. Beide leiten sich aus dem Geschäftsrisiko ab und bestimmen die
Backup-Strategie.</p>
</section>
<section>
<h2>Prüfungsmodus</h2>
<p>
Dieser ProtocolCheck trainiert Backup-Grundlagen, Sicherungsarten und typische
Praxisentscheidungen aus AP1-Situationen.
</p>
</section>
<section class="finalflux-test" data-finalflux-test aria-live="polite">
<div class="test-meta">
<span data-question-counter>Frage 1</span>
<span data-score-counter>0 richtig</span>
</div>
<div class="category-block">
<p class="eyebrow">Kategorie</p>
<h2 data-category-title>Backuparten</h2>
<p data-category-hint>Backup, Restore und Sicherungsstrategie.</p>
</div>
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<h3 data-question-text></h3>
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<button type="button" data-check-answer>Antwort prüfen</button>
<button type="button" data-skip-question class="secondary">Überspringen</button>
<button type="button" data-next-question class="secondary" disabled>Weiter</button>
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<h2>Auswertung</h2>
<p data-result-summary></p>
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<button type="button" data-restart-test>Test neu starten</button>
<a href="/finalflux">Zurück zur Übersicht</a>
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